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ARZTPRAXIS SAUER
Adiposiologie in Bautzen

Adipositas ist mehr als „ein paar Kilo zu viel“. Starkes Übergewicht kann den Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System, die Gelenke, den Schlaf und das allgemeine Wohlbefinden belasten. In der Arztpraxis Sauer in Bautzen beraten wir Patientinnen und Patienten mit Übergewicht und Adipositas medizinisch, individuell und ohne pauschale Versprechen.

Im Mittelpunkt steht nicht die schnelle Lösung, sondern eine ärztlich begleitete Adipositas-Therapie, die zu Ihrer gesundheitlichen Situation passt. Dazu gehören die Erfassung Ihrer Vorgeschichte, die Prüfung möglicher Begleiterkrankungen, realistische Ziele, Bewegung, Ernährung, Verhaltensänderungen und – wenn medizinisch sinnvoll – auch die Beratung zu medikamentösen Therapieoptionen wie einer GLP-1-Therapie oder einer Inkretin-Therapie.

Termin zur Adipositas-Beratung in Bautzen

Sie möchten Ihre Gewichtsreduktion ärztlich begleiten lassen oder wissen, ob eine medikamentöse Adipositas-Therapie für Sie infrage kommt?

Ärztliche Adipositas-Therapie in Bautzen 

Ärztliche Adipositas-Therapie in Bautzen 

Adipositas kann viele Ursachen haben. Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stress, Medikamente, hormonelle Faktoren, psychische Belastungen, beruflicher Alltag und Begleiterkrankungen können eine Rolle spielen. Deshalb beginnt eine sinnvolle Behandlung nicht mit einem Rezept, sondern mit einer strukturierten ärztlichen Einschätzung. 

Ziel ist eine Therapie, die medizinisch sinnvoll, alltagstauglich und langfristig tragfähig ist. 

Wir betrachten gemeinsam: 

  • Ihr aktuelles Gewicht, Ihre Größe und Ihren BMI 
  • Ihre Gewichtsentwicklung 
  • bisherige Versuche zur Gewichtsreduktion 
  • Ernährungsgewohnheiten und Essverhalten 
  • Bewegung und Alltag 
  • vorhandene Beschwerden wie Atemnot, Gelenkschmerzen, Müdigkeit oder Schlafprobleme 
  • Begleiterkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung oder Schlafapnoe 
  • aktuelle Medikamente 
  • persönliche Ziele und realistische nächste Schritte  

ARZTPRAXIS SAUER
Für wen ist die Adipositas-Sprechstunde geeignet?

Eine Beratung kann sinnvoll sein, wenn Sie unter starkem Übergewicht leiden, bereits mehrfach erfolglos abgenommen haben oder Begleiterkrankungen bestehen. Dazu gehören zum Beispiel Diabetes mellitus Typ 2, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Schlafapnoe, Gelenkbeschwerden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder eine deutliche Einschränkung der Belastbarkeit.

Medikamentöse Adipositas-Therapie

Viele Patientinnen und Patienten fragen aktuell nach Medikamenten zur Gewichtsreduktion. Wichtig ist dabei: Eine medikamentöse Adipositas-Therapie ist keine kosmetische Maßnahme und kein Ersatz für Ernährung, Bewegung und medizinische Begleitung. Sie muss individuell geprüft, ärztlich verordnet und regelmäßig kontrolliert werden.

Eine sinnvolle Anfrage an die Praxis lautet daher nicht: „Ich möchte die Abnehmspritze.“
Besser ist:
„Ich möchte eine ärztliche Beratung zur medikamentösen Adipositas-Therapie“.

Ob ein Medikament geeignet ist, hängt unter anderem von BMI, Begleiterkrankungen, bisherigen Maßnahmen, möglichen Gegenanzeigen, aktuellen Medikamenten und Ihrer individuellen gesundheitlichen Situation ab.

Warum Ernährung, Bewegung und Verhalten weiterhin wichtig bleiben

Auch wenn Medikamente Teil einer Therapie sein können, bleibt die Grundlage der Adipositas-Behandlung immer ein nachhaltiger Lebensstil. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, mehr Bewegung im Alltag, realistische Ziele und ein bewusster Umgang mit Essverhalten, Stress und Routinen.

In der Beratung können wir besprechen, welche Veränderungen für Sie umsetzbar sind. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um Schritte, die in Ihren Alltag passen. Kleine, wiederholbare Veränderungen sind oft hilfreicher als kurzfristige Diäten, die sich langfristig nicht durchhalten lassen.

Bewegung bei Adipositas

Bewegung unterstützt die Gewichtsreduktion, verbessert den Stoffwechsel, stärkt das Herz-Kreislauf-System und kann das Wohlbefinden steigern – auch unabhängig von der reinen Gewichtsabnahme.

Welche Bewegung sinnvoll ist, hängt von Ihrer Belastbarkeit, Ihrem BMI, Ihren Gelenken und möglichen Begleiterkrankungen ab. Bei höherem Körpergewicht können gelenkschonende Aktivitäten wie Spazierengehen, Radfahren, Schwimmen oder Wassergymnastik ein guter Einstieg sein. Wichtig ist, dass keine medizinischen Gründe gegen zusätzliche körperliche Aktivität sprechen.

Ernährung: alltagstauglich statt radikal

Eine erfolgreiche Adipositas-Therapie braucht keine extreme Diät, sondern eine Ernährung, die satt macht, Nährstoffe liefert und langfristig funktioniert. Orientierung geben unter anderem Wasser oder kalorienfreie Getränke, viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, pflanzliche Öle und ein bewusster Umgang mit stark verarbeiteten, süßen, salzigen und fettreichen Lebensmitteln.

Gemeinsam können wir besprechen, welche Ernährungsgewohnheiten verändert werden können, ohne Ihren Alltag unnötig kompliziert zu machen.

Diagnostik und Begleiterkrankungen

Adipositas kann mit verschiedenen Erkrankungen verbunden sein oder bestehende Beschwerden verstärken. Deshalb ist eine medizinische Einschätzung wichtig. Je nach Situation können Laborwerte, Blutdruck, Stoffwechselwerte, Schlafprobleme, Diabetesrisiko, Medikamente oder weitere Untersuchungen eine Rolle spielen.

Wenn bereits Diabetes, Schlafapnoe, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen bestehen, können diese Aspekte in der Therapieplanung berücksichtigt werden.

So läuft die Beratung ab

Vor dem Termin erhalten Sie einen Anamnesebogen zur Adipositas-Therapie. Dieser hilft dabei, wichtige Informationen strukturiert zu erfassen. Bitte bringen Sie außerdem – falls vorhanden – aktuelle Laborwerte, Arztbriefe, Befunde und Ihren Medikationsplan mit.

Der Ablauf kann je nach Situation so aussehen:

  1. Anamnese und Erfassung Ihrer gesundheitlichen Ausgangslage
  2. Besprechung bisheriger Abnehmversuche und aktueller Beschwerden
  3. Prüfung möglicher Begleiterkrankungen und Risiken
  4. Festlegung realistischer Ziele
  5. Beratung zu Ernährung, Bewegung und Verhalten
  6. Prüfung, ob eine medikamentöse Therapie medizinisch infrage kommt
  7. regelmäßige Verlaufskontrolle und Anpassung der Therapie

Realistische Ziele statt schneller Versprechen

Eine gute Adipositas-Therapie braucht realistische Ziele. Dabei geht es nicht nur um eine Zahl auf der Waage. Auch mehr Beweglichkeit, bessere Blutdruckwerte, bessere Blutzuckerwerte, weniger Medikamente, erholsamerer Schlaf oder ein verbessertes Wohlbefinden können wichtige Therapieziele sein.

Wir unterstützen Sie dabei, erreichbare Ziele zu formulieren und den Verlauf nachvollziehbar zu begleiten.

ARZTPRAXIS SAUER Häufige Fragen zur Adipositas-Therapie

Was ist Adiposiologie?

Adiposiologie beschäftigt sich mit der medizinischen Einordnung und Behandlung von Übergewicht und Adipositas. Dazu gehören Ursachenklärung, Begleiterkrankungen, Ernährung, Bewegung, Verhalten, Medikamente und langfristige Verlaufskontrolle.

Bekomme ich einfach eine „Abnehmspritze“ verschrieben?

Nein. Eine medikamentöse Therapie wird nicht pauschal verschrieben. Vorher braucht es eine ärztliche Einschätzung, eine medizinische Begründung, die Prüfung möglicher Risiken und eine begleitende Therapieplanung.

Für wen kommt die „Abnehmspritze“ grundsätzlich infrage?

Die Abnehmspritze kann bei Erwachsenen mit Adipositas oder starkem Übergewicht mit gewichtsbezogenen Begleiterkrankungen infrage kommen. Die genaue Eignung muss ärztlich geprüft werden.

Wird die „Abnehmspritze“ von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt?

Nein, zur Gewichtsreduktion wird in der gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel nicht erstattet. Die Kosten müssen häufig selbst getragen werden.

Muss ich trotz Medikament meine Ernährung und Bewegung ändern?

Ja. Medikamente zur Gewichtsreduktion sind nur ein möglicher Bestandteil der Therapie. Ernährung, Bewegung, Verhalten und regelmäßige ärztliche Kontrolle bleiben wichtige Grundlagen.

Was sollte ich zum ersten Termin mitbringen?

Bitte bringen Sie den ausgefüllten Anamnesebogen, einen aktuellen Medikationsplan, vorhandene Laborwerte, Arztbriefe und relevante Befunde mit. Wenn bereits ein Schlafscreening, eine BIA-Messung oder aktuelle Stoffwechselwerte vorliegen, sind auch diese Informationen hilfreich.